Vakuummanometer

Vakuummanometer

Von einem Druckmessgerät erwartet man in erster Linie die Messung und Anzeige von Drücken. In der Praxis gibt es hierzu zwei verschiedene Messmethoden, die sich gänzlich voneinander unterscheiden. Bei einer Relativdruckmessung ermittelt das Manometer die Differenz zum vorherrschenden atmosphärischen Druck an der Messstelle. Dieser Druck ist damit auch vom Wetter und von der Höhe der Messung über dem Meeresspiegel abhängig. Bei der Messung des relativen Druckes wird von einer Kenngröße von 1013,25 mbar auf der Höhe Null ausgegangen. In der Industrie- und Regeltechnik reicht eine Relativdruckmessung in der Regel auch aus.

Etwas anders verhält es sich aber in der umgekehrten Richtung, dem Unterdruck oder auch Vakuum. Hier haben wir in Bezug auf den Relativdruck der Höhe Null Meter einen negativen Druck, der bis zum absoluten Vakuum bei 0 bar reichen kann. Für ein Vakuum kommen daher immer sogenannte Absolutdruck-Messgeräte zum Einsatz. Sie sind vornehmlich bei Vakuumpumpen oder an entsprechenden in beispielsweise der Prozess- oder Lebensmitteltechnik zu finden. In diesen Bereichen muss eine genaue Unterdruckmessung für bestimmte Prozesse eingehalten werden.

Negativer Messbereich

Gegenüber Druckmanometern wird bei einem Vakuum-Manometer ein negativer Messbereich angezeigt. Auch die Skalierung ist gegenläufig nach links ausschlagend angebracht und entsprechend abzulesen. Der Messbereich erstreckt sich dabei von 0 (rechte Skalenseite) bis zu normalerweise – 1.0 (linke Skalenseite). Manche Vakuum-Manometer bieten auch 2 Messbereiche und Skalenwerte an. Zumeist in schwarzer Farbe wird der Vakuumbereich von 0 bar bis -1.0 bar angezeigt. Eine zweite und rote Skalierung zeigt den Vakuumbereich von 0 psi bis -15 psi an.

Die üblicherweise in Vakuum-Druckmessgeräten verwendete Rohrfeder wird aus Kupfer gefertigt. Das entsprechende Federwerk reagiert hier jedoch nicht auf die Ausdehnung, sondern auf die Schrumpfung. Wenn sich die Rohrfeder mit zunehmenden Unterdruck zusammenzieht, wird diese lineare Bewegung auf ein Federwerk übertragen und angezeigt. Selten, aber in speziellen Messumgebungen unumgänglich, wird auch eine Rohrfeder aus Quarzglas eingesetzt. Dies wird immer dann eingesetzt, wenn dass Messmedium die üblicherweise verwendeten Werkstoffe wie Kupfer angreifen würde.