Rohranlegethermometer

Rohranlegethermometer

Für schnelle und einfache Messungen von beispielsweise Rohrtemperaturen sind die Rohranlegethermometer die erste Wahl. Die äußerst einfache und sichere Handhabung ist auch für Laien zu bewerkstelligen. Zudem erfordert es in der Regel keinen bis minimalen Aufwand bei der Installation und Inbetriebnahme. Diese Messgeräte sind einfach zu handhaben und können überall an einer frei zugänglichen Stelle an einem Rohrsystem angebracht werden. Die Messeinrichtung besteht zumeist aus einer mechanischen und runden Temperaturanzeige mit Zeigerinstrument, einem kurzen Kapillarrohr und einem Kontaktsensor mit Federblech. Über eine Spannfeder kann das Instrument dann auch direkt am Rohr befestigt werden.

Anzeigebereiche und Ausführungen

Die Rohranlegethermometer sind in der Regel als einfache analoge Zeiger-Messinstrumente ausgelegt. Zum Einsatz kommen diese Temperaturmessgeräte meistens im Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärbau. Sie dienen in erster Linie zur einfachen und schnellen Messung von Vor- und Rücklauftemperaturen in Heiz- oder auch Kühlanlagen. Durch die relativ einfache Montage können diese Geräte auch an wechselnden Messpunkten betrieben werden. Ein weiterer Vorteil ist auch die Tatsache, dass hierzu keine Montage- oder Befestigungsbohrungen in der zu messenden Einheit angebracht werden müssen. Rohre und Leitungen müssen deshalb nicht besonders vorbereitet oder ausgeführt sein, um eine schnelle und zuverlässige Messung vornehmen zu können.

Die Messinstrumente sind in den gängigen Standardgrößen von 63mm oder 80mm erhältlich. Zudem sind Einzel- oder zweifarbige Doppelskalenmodelle erhältlich, die für zwei Anzeigeeinheiten mit °C und °F ausgelegt sind. Der Temperaturfühler ist mit einem gerundeten Messingblech für einen optimierten Kontakt zum Medium ausgelegt. Eine Spannfeder ermöglich eine schnelle unkomplizierte Montage direkt am Rohrsystem. Der Anzeigebereich eines Rohranlegethermometers liegt üblicherweise zwischen -30 °C und maximal 200°C. Bei den Rohranlegethermometern ist jedoch zu beachten, dass durch den rein mechanischen Kontakt, die Umgebungstemperatur und dass Rohrmaterial keine genaue Messung zu erwarten ist. Optimieren kann man die Messung dahingehend, dass man die Mess- und Kontaktstelle optimal vorbereitet und nach der Montage des Fühlers auch ausreichend isoliert. Im Bereich von Spritz- und Kondenswasser sollte ein Rohranlegethermometer nicht montiert werden.