Manometerventil

Manometerventil

Im Bereich von Manometern und anderen Messgeräten in einem mit Druck beaufschlagten Kreislauf werden in der Regel auch Absperrventile als Sicherheitsbauteil eingesetzt. Sie dienen damit als Absperr- oder auch Drosselorgan für Druckmessgeräte bei der Messung von beispielsweise Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen. Zu finden sind Manometerventile vor allem in der Prozessindustrie, im Anlagen- und Maschinenbau, in der chemischen oder petrochemischen Industrie sowie auch im Heizungs-, Kälte- und Klimabau. 

Bei einem Manometerventil kommt als wichtigster Aspekt eine wichtige Sicherheitsaufgabe zum Tragen. Das Ventil kann in erster Linie zur kompletten Absperrung und Sicherung eines Systems dienen, zum anderen aber auch als einstellbares Ventil wirken, um eine gewisse Begrenzung der bestehenden Drücke herstellen zu können. Vorteilhaft ist die Möglichkeit, ein Drucksystem dahingehend schnell für beispielsweise Wartungs- oder Reparaturarbeiten absperren zu können. Ein sicherer Austausch eines Manometers ist damit schnell und gefahrenfrei für jeden Techniker möglich.

Bauformen, Werkstoffe und Einsatzbereiche

Manometerventile sind in unterschiedlichen Bauformen und mit Zusatzfunktionen erhältlich. Ein Standardventil mit Entlüftungsschraube nach DIN 16270 dient hier nur zum reinen Sperren und Regeln mit Entlüftungsfunktion. Eine weitere Ausführung nach DIN 16271 verfügt zusätzlich über einen Prüfanschluss für eine beispielsweise Kontrollmessung. Die Bauform nach DIN 16272 verfügt zudem über einen absperrbaren Prüfanschluss für zusätzliche Sicherheit. Der Prüfanschluss dient in erster Linie zum Anschluss von Betriebsdruck- und Prüfdruckmessgeräten an der Druckleitung.

Als Werkstoffe für Manometerventile kommen in erster Linie Stähle (bspw. C22.8 1.0460) oder Edelstähle (bspw. X6CrNiMo Ti7122) zum Einsatz. Darüber hinaus sind zusätzliche Werkstoffvarianten wie Messing oder Edelstahl 316 für besonders aggressive und korrosionsbeaufschlagte Umgebungen erhältlich. Unterschiedliche Anschlussvarianten wie Überwurfmuttern mit G- oder M-Gewinde, Schneid-/Klemmringverschraubungen oder Schweißkegel und -nippel ermöglichen den variablen Einsatz in nahezu jedem System. Zudem sind Absperrventile nach DIN 16271 und DIN 16272 silikonfrei ausgeführt.

Ein Standard-Manometerventil kann je nach Werkstoff in einer Betriebsumgebung von 100 °C und 100 Bar Betriebsdruck eingesetzt werden. Ein Einsatz nach DIN 1627x sieht einen Einsatzbereich bei DN max. 4 von bis zu 400 Bar bei einer maximalen Temperatur von 120 °C vor. Begrenzungen gelten hier vor allem für die Werkstoffe Messing (120 °C und 250 Bar) sowie auch für Stahl/Edelstahl CrNi (200 °C und 400 Bar). Beim Einsatz in besonders schwierigen Umgebungen und der Verwendung von aggressiven Medien sollte auf den Einsatz von Sonderwerkstoffen wie beispielsweise Edelstahl Chrom-Nickel oder gar X6CrNiMo geachtet werden.