Feinmessmanometer

Feinmessmanometer

Für besonders präzise Messungen von Drücken oder auch zur Eichung und Kontrolle von Manometern im Besonderen eignen sich die Feinmess-Manometer. Sie besitzen eine sehr feine Auflösung und präzise Anzeigegenauigkeit, die sie für diese Aufgabe auszeichnet. Als Messglied in diesem Druckmessgerät kommt eine Rohrfeder zum Einsatz. Die Form des Rohres ist dabei leicht „oval“ ausgeführt, um die optimale Ausdehnung bei der Druckbeaufschlagung durchführen zu können. Ein absolut rundes Rohr würde auf den physikalischen Druck oder Unterdruck gänzlich anders reagieren.

Wird ein Druck oder Unterdruck auf die Rohrfeder geführt, so verformt sich diese durch Streckung in die Richtung des verschlossenen Endes. Über eine geeignete Mechanik wird diese lineare Dehnbewegung dann über zumeist eine Zugstange auf ein Zeigerinstrument weitergeführt. Das Federrohr führt üblicherweise einen Federweg von ca. 2mm bis zu 6mm aus. Ein Zeigerwerk setzt dann die Dehnung in eine Drehbewegung um. Das Messrohr kann dabei aus verschiedenen Materialien bestehen. Wichtig ist an dieser Stelle eine besonders langzeitstabile Eigenschaft, womit eine stetige Kalibrierung entfällt.

Mögliche Messbereiche und Bauformen

Der darstellbare Messbereich wird in erster Linie durch das verwendete Rohrmaterial, die eingesetzte Wandstärke des Rohres und die eigentliche Geometrie des Querschnittes vorgegeben. Obwohl die Gerätebezeichnung „Feinmess“ eigentlich einen niedrigen Druckbereich suggeriert, kommen bei Rohrfedern Messbereiche von nahezu 0 bar bis zu 1.600 bar in der Praxis zum Einsatz. Die Feinmessung stellt dabei die Präzision der anzuzeigenden Drücke dar. Damit gibt es viele unterschiedliche Messbereiche von beispielsweise 0 bar bis 0,6 bar oder aber auch 0 bar bix 400 bar und mehr.

Für die unterschiedlichen Messbereiche und Druckgrößen werden die verwendeten Rohrfedern auch in verschiedenen Bauformen hergestellt. Bei Drücken von 0 bar bis zu 60 bar wird die Rohrfeder in einer Kreisform mit einem Winkel von ca. 245 Grad ausgeformt. Für größere Druckbereiche verwendet man dann jedoch eine Schraubenform mit 2 ½ Windungen. Für die anschlussseitige Verbindung der Rohrfedern mit den Federstutzen kommen hier ebenfalls unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Eine stoffschlüssige Verbindung wird hier zumeist durch Weichlöten mit bleifreiem Lot, das Hartlöten mit Silberlot oder das WiG-Schweißen bei extrem hohen Druckmessbereichen angewendet.